Werkwoche 2021

Im September, am Anfang dieses Studienjahres, versammelte sich unsere Seminargemeinschaft wieder zur Werkwoche, die in diesem Jahr unter dem Thema „Aufbrüche des 19. Jahrhunderts“ stand.

Am ersten Tag waren wir bei der Regens-Wagner-Stiftung in Dillingen zu Gast. Direktor Rainer Remmele gab uns einen tiefen Einblick in die Arbeit der Stiftung, die zahlreiche Standorte in Bayern und sogar einen in Ungarn hat. Die Regens-Wagner-Stiftung wurde Mitte des 19. Jahrhunderts von Johann Evangelist Wagner und Schwester Theresia Haselmayr ins Leben gerufen und kümmert sich seitdem besonders um die Förderung und Inklusion benachteiligter und behinderter Menschen.

Am nächsten Tag wandelten wir in Bad Wörishofen auf den Spuren des „Wasserdoktors“ Pfarrer Sebastian Kneipp, der im 19. Jahrhundert lebte und dessen Geburtstag sich heuer zum 200. mal jährt. Bei einer Stadtführung und einer Ausstellung in der dortigen Stadtpfarrkirche erfuhren wir sehr viel über den Werdegang, das Wirken und das Nachleben des einstigen Pfarrers von Bad Wörishofen. Schließlich wurde uns in einem der Kneipp-Kurhäuser noch ein kurzer Einblick in die Anwendung einer Wasserkur gegeben.

Am dritten und letzten Tag besuchten wir die Benediktinerabtei St. Stephan in Augsburg. Abt Theodor Hausmann OSB erläuterte uns in einem Vortrag, wie es 1835, nach den Wirren der Säkularisation, dazu kam, dass im ehemaligen Damenstift ein Benediktinerkloster mit Schule gegründet wurde und welche Probleme vorher zu bewältigen waren.
Den Besuch schlossen wir mit der Mittagshore, die wir gemeinsam mit den Mönchen beteten, ab.

In dieser Woche bekamen wir einen Einblick in die Situation der Kirche des 19. Jahrhundert in unserem Bistum und in die Aufbrüche die von ihr in die verschiedensten Bereiche ausgingen.

03.10.2021