Werkwoche 2020

Das Studium und das Leben im Priesterseminar sollen uns darauf vorbereiten, den Glauben der Kirche in der heutigen Zeit an die Menschen weiterzugeben. Darauf bereiten wir uns unter anderem in fünf Jahren Studium vor. Klar ist, dass nicht nur der Priester zur Verkündigung des Glaubens berufen ist. Vielmehr ist jeder Christ gefordert, „jedem Rede und Antwort zu stehen, der von euch Rechenschaft fordert über die Hoffnung, die euch erfüllt“ (1 Petr 3,15).

Unsere Hausgemeinschaft hat sich daher auf die Suche nach verschiedenen Formen der Glaubensverkündigung gemacht:

Bei Radio Horeb durften wir ein engagiertes Team erleben, dass mit verschiedensten Programmen, die Menschen erreichen möchte. Es war beeindruckend zu sehen, wie der spendenbasierte Radiosender vom Gebet und der Mitarbeit vieler Ehrenamtlicher getragen wird. Pfarrer Dr. Richard Kocher gab uns einen breiten Einblick in die Sorgen und Nöte, die Freuden und Erfolge des Senders. Zwei unserer Seminaristen durften als Highlight zum Mittagsgebet der Kirche mit dem Pfarrer live auf Sendung sein.

Der Pressesprecher der Diözese Augsburg, Dr. Karl-Georg Michel, gab uns viele Informationen rund um die Medien- und Presselandschaft. Er stellte die Aufgaben der Presseabteilung des Bistums vor. Ein zentrales Anliegen ist die Koordinierung der Pressemitteilungen unseres Bischofs Dr. Bertram Meier. Neben der Homepage und den sozialen Medien werden noch zwei Newsletter von der Pressestelle aufbereitet. Herr Dr. Michel schloss seinen Vortrag mit einem kritischen Blick auf den Wandel in den Medien ab.

Neben den großen Institutionen gab es immer auch einfache Menschen, die den Glauben mal mehr, mal weniger öffentlich gelebt und durch ihr Leben ein Zeugnis gegeben haben. Im Seligen Wilhelm Eiselin stellte uns Regens Dr. Michael Kreuzer einen jungen Prämonstratenser vor. Eiselin trat 1581 in das Stift Roth an der Roth ein. Die Klosterkirche wurde uns durch Pfarrer P. Johannes-Baptist Schmid OPraem vorgestellt. Der Selige war zwei Jahre im Dillinger Seminar. In seiner kurzen Lebenszeit entwickelte er einen tiefen Glauben und den Gebetseifer für Christus. Wilhelm Eiselin starb als 24-jähriger am 28. März 1588.

Auf seine Fürsprache möge unsere Seminargemeinschaft im kommenden Jahr im Glauben, in der Liebe und in der Hoffnung wachsen.

12.10.2020