Neupriesterfest

„Wir haben an die Liebe geglaubt“ -- Es ist eine gute Tradition in unserem Haus, dass am Ende des Studienjahres die Neupriester noch einmal in ihre Ausbildungsstätte zurückkehren und dort mit der Hausgemeinschaft eine Nachprimiz feiern. Auch in diesem Jahr konnte das Fest, wenn auch ein wenig anders als sonst üblich, gefeiert werden. Die Neupriester Ludwig Bolkart, Marco Leonhart und Richard Hörmann sagten durch die Eucharistiefeier Gott Dank für das Geschenk ihrer Berufung, aber auch der Hausleitung für die Zeit der Formung im Seminar und der ganzen Hausgemeinschaft für das tragende Gebet und die gemeinsame Zeit. Auch uns, die wir noch auf dem Weg zum Priester sind, erfüllte dieser Abend mit großer Freude und tiefer Dankbarkeit.

Die Predigt stellte Ludwig Bolkart ganz unter das Thema „Wir haben an die Liebe geglaubt“. Es ist der Spruch, der im Konzentrationslager Dachau über dem Altar stand und unter diesem Spruch wurde der Sel. Karl Leisner unter schwersten Bedingungen zum Priester geweiht. Natürlich lässt sich der Corona-Virus nicht mit den Strapazen eines KZs vergleichen, doch ging es dem Prediger dabei vielmehr darum, auf was wir unser Leben stützen und worauf wir vertrauen. Eindrücklich schilderte der Prediger uns anhand der Primizsprüche der Neupriester, die sie sich selbst gewählt haben, wie wichtig es ist, Christus als Fundament seines Lebens zu haben und an seine Liebe zu glauben.

Nach der Messfeier konnten wir den Abend in kleiner Runde bei einem gemeinsamen Abendessen ausklingen lassen und so in den Erinnerungen der letzten Jahre schwelgen.

Auf diesem Weg wünschen wir den Neupriestern nochmals alles Gute zur Priesterweihe und Gottes Segen für die erste Kaplansstelle.

Vergesst dabei nie, was ihr uns mit auf den Weg gegeben habt: Wir haben an die Liebe geglaubt!

 

13.07.2020