Priesterweihe

„Priesterweihe ist ein Grund zur Freude“ so sagte Bischof Konrad Zdarsa in seiner Predigt zur Priesterweihe. Ein Tag zu mehrfacher Freude. Zum einen die Freude über drei Neupriester Dominic Ehehalt, Dominik Loy und Florian Stadlmayr. Zum anderen die ganz persönliche Freude der Weihekandidaten, die mit dem Sakrament der Weihe beschenkt wurden. Und ein letzter Grund, den unser Bischof ganz persönlich für sich genannt hat, dass er noch einmal als amtierender Bischof die Weihe spenden durfte.
© Pressestelle Bistum Augsburg | Annette Zöpf

Am Vorabend zur Priesterweihe hat sich die Hausgemeinschaft des Priesterseminars gemeinsam mit dem Bischof und den Weihekandidaten in der Sakristei zur Segnung der Messgewänder und heiligen Gefäße getroffen. Im Anschluss daran stimmte der Bischof die Weihekandidaten und die Hausgemeinschaft mit einem geistlichen Vortrag auf die Priesterweihe ein. In seinem Vortrag betrachtete er die verschiedenen Grundformen des Betens und legte einen großen Wert auf die Prostratio, das Liegen vor Gott im Moment vor der Weihe. Ein tiefer und emotionaler Moment, in dem man seinen Gedanken folgen soll, denn man weiß, dass man in diesem Moment der Fürsprache der Heiligen anvertraut wird und die versammelte Gemeinde für die Weihekandidaten betet.

Der Tag der Weihe beginnt mit dem Morgenlob im Priesterseminar, dem feierlichen Mittagessen mit der Verlesung des Hohenpriesterlichen Gebets und der kurzen Mittagsandacht in der Seminarkirche. Darauf der Weg zum Dom und die Vorbereitung auf die Liturgie.

In der Predigt verwies Bischof Konrad auf die gelebte Beziehung zu Gott durch das Gebet. Ein Priester, der nicht betet, verliert sich selbst, wird leer und kann nichts von der Liebe Gottes verschenken. Nur durch eine echte und gelebte Beziehung zu Jesus Christus wird das priesterliche Leben fruchtbar.

Nach den Worten der Predigt versprechen die Kandidaten erneut ihre Treue gegenüber dem Bischof und die Übernahme weiterer Aufgaben als Priester. Im Anschluss wird die Allerheiligen-Litanei gesungen und die Handauflegung in Stille durch den Bischof, der Moment in dem die jungen Männer zu Priestern geweiht werden, bildet den Höhepunkt.

Dieser innige und tiefe Moment wurde durch die läutende Glocke in die Stadt hinausgetragen, um den Menschen zu verkünden, was im Weihegebet ausgesprochen wird:

„Allmächtiger Vater, wir bitten dich, gib diesen deinen Dienern die Würde des Priestertums. Erneuere in ihnen den Geist der Heiligkeit. Das Amt, das sie aus deiner Hand, o Gott, empfangen, die Teilhabe am Priesterdienst, sei ihr Anteil für immer. So sei ihr Leben für alle Vorbild und Richtschnur“
(aus dem Weihegebet)

Nach diesem innerlichen Schritt folgten die sog. „Ausdeutenden Riten“: die priesterlichen Gewänder wurden angelegt, die Handflächen der Neupriester mit Chrisam gesalbt sowie Brot und Wein als Zeichen für das Opfer der Eucharistie überreicht. Zum Abschluss der Weihehandlung umarmte der Bischof die Neugeweihten zum Zeichen, dass er sie in ihrem Dienst als neue Mitarbeiter annimmt. Dass dieser Moment mit großen Emotionen für alle verbunden war, versteht sich ganz von selbst und wurde mit dem Lied „Herr, ich bin dein Eigentum“ untermauert. So konnte die Liturgie fortfahren und ihren Abschluss im „Te Deum“ sowie in dem gemeinsamen Primizsegen der Neugeweihten finden.

Im Anschluss an die Priesterweihe konnten alle Besucher aus nah und fern den Neugeweihten im Kolping-Saal gratulieren. Dort fanden auch die Dankesreden statt und Bischof Konrad überreichte den Neupriestern ihre offiziellen Weiheurkunden.

Unseren Neupriestern wünschen wir von Herzen Gottes Segen für ihren Dienst, und danken für ihre Bereitschaft, diesen Weg zu gehen. Möge der Herr sie in seiner Liebe erhalten.

30.06.2019