Serenade

Augsburg, 29.7.2011. Nach guter Tradition schloss das vergangene Studienjahr mit einer feierlichen Serenade, zu der neben der Seminargemeinschaft auch alle Beschäftigen des Priesterseminars und die Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeiter der Katholisch-Theologischen Fakultät eingeladen waren. Mit den vier neugeweihten Priestern feierten wir die Hl. Messe und durften abschließend noch einmal den Primizsegen empfangen.
Der Abend ging nach einem Sektempfang mit einigen musikalischen Einlagen der Studenten weiter, die von Barock über Jazz bis hin zu Klezmer reichten. In einer kuzen Ansprache fand Regens Martin Straub noch Dankesworte für alle, die zum Gelingen der Priesterausbildung der Diözese beitragen. Der darauffolgende inoffizielle Teil der Feier mit Speis und Trank, musikalischer Untermalung und netter Geselligkeit bildete einen schönen Abschluss für das zurückliegende gemeinsame Studienjahr.
Damit verabschieden wir uns und verbleiben bis zum Beginn des Wintersemester mit der Bitte um Ihr Gebet! [Bildergalerie ...]

Diözesaner Ministrantentag in Dillingen

Augsburg, 23.7.2011. Beim Ministrantentag der Diözese Augsburg in der ehemaligen Bischofsstadt Dillingen war auch das Priesterseminar mit verschiedenen Aktionen beteiligt. So wurde beispielsweise ein Ratequiz mit verschiedenen Fragen zum christlichen Glauben angeboten. Als Preis winkte eine Ausgabe des neu erschienenen YOUCAT. Bei einer anderen Station konnten die anwesenden Ministranten Aspekte zum Thema Berufung erfahren. Neben einer Filmvorführung berichteten Seminaristen über ihre individuellen Berufungswege und stellten sich auch den Fragen ihrer interessierten Zuhörerschaft. Neben diesen geistlichen und theologischen Angeboten kamen aber auch die sportbegeisterten Messdienerinnen und Messdiener auf ihre Kosten und konnten sich an der seminareigenen Torwand austoben. Auch hier bestand die Möglichkeit, einen YOUCAT zu gewinnen. Das große Ereignis, bei dem über 2500 Ministrantinnen und Ministranten aus der ganzen Diözese Augsburg teilnahmen, endete mit einem gemeinsamen Gottesdienst, welchen Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa in der Dillinger Basilika zelebrierte. [Bildergalerie ...]

Pontifikalvesper am Fest des hl. Ulrich und Admissio

Augsburg, 4.7.2011. Am Hochfest unseres Bistumspatrons, des hl. Ulrich, feierten wir zusammen mit unserem hwst. Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa eine Pontifikalvesper in der Basilika St. Ulrich und Afra. Um die Verbundenheit des Priesterseminars mit der Diözese sichtbar zu machen wurde einer aus unserer Mitte unter die Bewerber für das hl. Weihesakrament aufgenommen. Daniel Rietzler aus der Pfarrei Sulzberg, der momentan als Pfarreipraktikant in Kaufbeuren tätig ist, erhielt die sogenannte Admissio durch unseren Diözesanbischof, der in seiner Predigt seine Freude darüber bekundete, gleichzeitig aber auch auf das in heutiger Zeit notwendige Bekenntnis zum Glauben hinwies, für das uns der hl. Ulrich als großes Vorbild dienen könne. Dieser für alle freudige Tag fand seinen Abschluss in einem gemeinsamen Abendessen im Priesterseminar, woran auch Gäste des neuen Weihekandidaten teilnahmen. [Bildergalerie ...]

Jugendfestival in Kaufbeuren

Augsburg, 2.7.2011. "Good News for You(th)" war das Motto des großen Jugendfestivals, das dieses Jahr im Rahmen des Glaubensfestes 2011 in Kaufbeuren stattfand. Grund für die Feierlichkeiten ist das 750-jährige Jubiläum der Gründung des Crescentia-Klosters und das 10-jährige Jubiläum der Heiligsprechung der hl. Crescentia. Auch das Priesterseminar war präsent sowohl mit der mittlerweile schon bekannten Torwand, als auch mit einem "Wer wird Millionär" ähnlichen Spiel, dessen Fragen sich rund um den neuerschienen YOUCAT drehten. Als Gewinne konnten wir viele YOUCATs verteilen, die von Mitgliedern der umliegenden Pfarreien gestiftet worden waren. Gerade durch die spielerische Herangehensweise an den Jugend-Katechismus der katholischen Kirche entstanden viele anregende Gespräche mit den Familien, Kindern und Jugendlichen, die trotz des durchwachsenen Wetters gekommen waren. [Bildergalerie ...]

Priesterweihe im Hohen Dom

Augsburg, 26.6.2011. Am letzten Sonntag im Juni empfingen die vier Diakone Konrad Maria Bestle, Tobias Brantl, Michael Giovanni Kammerlander und Dr. Markus Schrom durch Bischof Dr. Konrad Zdarsa das Sakrament der Priesterweihe. Diesem bedeutsamen Ereignis ging eine geistliche Einstimmung am Samstagabend im Priesterseminar St. Hieronymus voraus. In dieser verwies Dr. Zdarsa auf jenen Umstand, dass auch die Priester sich immer vor Augen halten müssen, dass sie Menschen mit Fehler und Schwächen sind und daher Demut und Bescheidenheit anstatt geistlichem Hochmut den priesterlichen Dienst stets begleiten müsse. Gleichzeitig wurde die Wichtigkeit des Priestertums gerade in der heutigen Zeit herausgestellt. Der Priesterweihe am darauffolgenden Sonntag wohnten neben den Angehörigen und Freunden der Weihekandidaten auch sehr viele Geistliche aus der gesamten Diözese bei. Durch diesen Sachverhalt wurde deutlich, dass die Jungpriester ihren Dienst nicht als Einzelkämpfer vollziehen, sondern dass sie in die Gemeinschaft der Priester fest integriert sind. Der Regens des Priesterseminars Martin Straub erbat für die vier Diakone die Priesterweihe und versicherte, dass sie gründlich und gewissenhaft vorbereitet sind und als würdig befunden wurden, dieses Amt innerhalb der Kirche auszuüben. Nachdem der Bischof und die anwesenden Geistlichen den Weihekandidaten die Hände aufgelegt hatten, wurde durch verschiedene äußere Zeichen zum Ausdruck gebracht, dass für die vier Diakone jetzt ein neuer Abschnitt ihres geistlichen Weges beginnt. Dazu gehört u.a. das Anlegen des Messgewandes, die Salbung der Hände mit dem heiligen Chrisam oder die Überreichung von Kelch und Hostienschale durch den Diözesanbischof. Bei der anschließenden Eucharistiefeier nahmen die Neugeweihten dann erstmals aktiv als Konzelebranten teil. Die überaus festliche und würdige Feier fand ihren Abschluss in der Spendung des Primizsegens. Beim anschließenden Empfang im Saal der Kolpingsfamilie wünschte sowohl Bischof Dr. Konrad Zdarsa als auch Regens Martin Straub den Neugeweihten alles Gute und Gottes reichen Segen für ihre neuen Aufgaben im Dienst des Herrn. Neupriester Konrad Bestle bedankte sich auch im Namen seiner drei Mitbrüder für all die Unterstützung, die ihnen über die Jahre von verschiedensten Seiten zuteil geworden war und bat auch weiterhin um das Gebet für sie und alle, die sich auf dem Weg zum Priestertum befinden. [Bildergalerie ...] [Bildergalerie auf der Bistums-Homepage ...] [Video von der Predigt ...]

Beauftragung mit dem Lektorat

Augsburg, 19.6.2011. Im Rahmen einer feierlichen Vesper wurden zehn Seminaristen durch Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger mit dem Lektorat beauftragt. Die Kandidaten haben dabei zum ersten Mal auf ihrem Weg zum Priestertum ihr "Hier bin ich" gesprochen. Bis zur Priesterweihe werden sie dies noch beim Akolythat, in der Admissio, und bei der Diakonenweihe tun. Weihbischof Losinger verwies in seiner Ansprache auf die religiöse Sprachlosigkeit, welche gerade bei jüngeren Menschen immer mehr zu finden ist. Durch ihren zukünftigen Dienst am Wort Gottes und dessen Verkündigung sind die neuen Lektoren aufgerufen, dieser Entwicklung aktiv entgegenzuwirken und den Menschen die Botschaft vom Reich Gottes wieder näher zu bringen. Um diese verantwortungsvolle Aufgabe auch optisch zu verdeutlichen, wurde jedem der Kandidaten eine Heilige Schrift überreicht. Im Anschluss daran versammelte sich die Hausgemeinschaft und die anwesenden Gäste im Speisesaal, wo Weihbischof Losinger nach einer leiblichen Stärkung den neuen Lektoren die Beauftragungsurkunden überreichte und ihnen für ihre neue Tätigkeit alles Gute und Gottes reichen Segen wünschte.
Folgende Seminaristen wurden mit dem Lektorat beauftragt: Mathias Breimaier, Martin Hartmann, Johannes Huber, Thomas Lindner, Markus Müller, Bernd Rochna, Sebastian Schmidt, Thomas Schmid, Helmut Wißmiller und Florian Zierl. [Bildergalerie ...]

Vortrag von Prof. Dr. Andreas Wollbold

Augsburg, 18.6.2011. "Als Priester leben" ist der Titel des Buches, das Prof. Dr. Andreas Wollbold vergangenes Jahr im Rahmen des Priesterjahres verfasst hatte. Unter diesen Titel kann auch der Votrag gestellt werden, den der aus der Diözese Trier stammende Priester und Ordinarius für Pastoraltheologie an der Universität München für uns hielt. Da gerade in heutiger Zeit die Frage nach der priesterlichen Identität wieder neu gestellt werden müsse, legte er dar, dass es falsch wäre, nur nach dem "Wozu" des Priestertums zu fragen. Man müsse vielmehr zuerst nach dem "Was" fragen. Dieses zeige sich nicht primär in den Aufgaben des Priesters, sondern in seinem Wesen. Seinem Wesen nach sei der Priester Zeichen der Unterscheidung zwischen Gott und den Menschen. Dieses Merkmal sei durch die Würde spezifiziert, die in der Weihe verliehen und nicht abhängig von Funktionen und Ämtern sei. Die Würde sei es dagegen, Instrument zu sein, durch das Gott in allen sakramentalen Handlungen wirken kann. Sie müsse aber auch am Lebensstil des Priesters deutlich werden; in der priesterlichen Ehelosigkeit, der Treue zur Kirche, in der Rolle des oft unerwünschten Propheten und in der Bereitschaft, für die ihm in der Seelsorge Anvertrauten das Leben hinzugeben, aber genauso in der Abkehr vom Klerikalismus. So solle das Priestertum auch im Alltagsverhalten sichtbar werden. Durch die tägliche Zelebration der Hl. Messe, das Breviergebet und die tägliche Betrachtung müsse der Priester seine Pflicht, Mann des Gebetes zu sein, leben. Vereinfachend gesagt, müsse der Priester einfach "anders sein" gemäß seiner priesterlichen Sendung, die Gläubigen "lebendig zu machen", wie es der hl. Augustinus sagt: "Für euch bin ich Priester, mit euch bin ich Christ!" [Bildergalerie ...]

Recollectio mit Pfr. Klemens Armbruster

Augsburg, 5.6.2011. Auch in diesem Semester stand für ein Wochenende eine Recollectio, d.h. Kurzexerzitien, auf dem Programm, die Pfarrer Klemens Armbruster anleitete. Er ist Referent der Fachstelle "Wege erwachsenen Glaubens" in der Erzdiözese Freiburg. In drei Impulsreferaten gab er uns aus seiner praktischen Erfahrung heraus Denkanstöße zur Situation des Glaubens Erwachsener in unserer Kirche. Er betonte die Notwendigkeit von angemessener Erwachsenen-Katechese und ging auf das gemeinsame Priestertum aller Gläubigen ein, aus dem das Priesterum des Dienstes, auf das wir uns vorbereiten, hervorgeht. Um genügend Zeit zum Nachdenken zu haben, fanden die Tage im Schweigen statt. Die nächtliche Anbetung vor ausgesetztem Allerheiligsten lud zu Gebet und Meditation ein. Mit der sonntäglichen Messfeier, in der Pfarrer Armbruster in der Predigt den Dienst des Priester als grundsätzlichen Dienst des Dienens hervorhob, fand die Recollectio ihren Höhepunkt und gleichzeitgen Abschluss. [Bildergalerie ...]

Seminarwallfahrt nach Heilig Kreuz, Donauwörth

Augsburg, 2.6.2011. "Jesus Christus – Brücke zu den Menschen und Brücke zu Gott!"
Unter diesem Motto machten wir uns frühmorgens am Fest Christi Himmelfahrt auf den Weg nach Donauwörth zur Wallfahrtskirche Heilig Kreuz. Wir begannen unsere Wallfahrt in Wörnitzstein, von wo wir der Wörnitz flussabwärts folgten. Die Brücken, die wir passieren mussten, wurden für uns zu sichtbaren Zeichen unseres Wallfahrtsmottos.
Die Wallfahrt erreichte mit der Ankunft in Donauwörth ihr Ziel, wo wir in Heilig Kreuz gemeinsam eine durch feierliche Orgelklänge untermalte Hl. Messe feierten. Regens Martin Straub sprach in seiner Predigt von Jesus Christus, der als unsere "Golden Gate Bridge" in seiner Himmelfahrt den Brückenschlag zwischen seinem Vater und uns Menschen vollzogen hat.
Nach dem Mittagessen, das wohl auch zu einer Wallfahrt gehört, erklärte uns Pater Mayer MSC, der Pfarrer von Heilig Kreuz, einiges zur Geschichte der Kirche und des Kreuzpartikels, der seit 1029 dort aufbewahrt wird. Mit diesem Kreuzpartikel empfing nach der abschließenden Andacht in der Gnadenkapelle jeder Wallfahrer den Segen. Der Segen mit dem Holz, an dem Jesus Christus durch seinen Tod die Brücke zwischen seinem Vater und jedem einzelnen Menschen geschlagen hat. [Bildergalerie ...]

Diakonenweihe

Augsburg, 7.5.2011. Am heutigen Samstagmorgen wurden sechs unserer Mitbrüder durch Handauflegung und Gebet von unserem Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa zu Diakonen geweiht. Bereits am Vorabend haben Andreas Hartmann, Bernhard Holz, Wolfgang Schnabel, Tobias Wolf, Christoph Mühlbauer und Michael Kinzl im Rahmen eines feierlich gestalteten kirchlichen Nachtgebetes ihre Eide abgelegt, welche von Generalvikar DK Prälat Karlheinz Knebel entgegengenommen wurden.
Besonders erfreulich war, dass der Weihegottesdienst dieses Jahr wieder in der frisch restaurierten Basilika St. Ulrich und Afra, an den Gräbern unserer Diözesanpatrone, stattfinden konnte. Die Weihe wurde vom Bischof durch Handauflegung und Gebet vollzogen. Dieser nicht weiter sichtbare Akt wird in der Weiheliturgie durch sogenannte Ausdeutende Riten veranschaulicht. So führt das Anlegen von Dalmatik und Stola den neuen Dienst der Diakone in der Liturgie vor Augen. Ebenso verdeutlicht die Umarmung der neugeweihten Diakone, sowohl durch den Bischof als auch durch die anwesenden Diakone ihre jetzige Zugehörigkeit zur Gemeinschaft der Kleriker. Außerdem überreichte der Bischof den neugeweihten Diakonen das Evangelienbuch mit den Worten: "Empfange das Evangelium Christi: Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, das ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben". Ein festliches Mittagessen und das gemeinsame Gebet der Non in unserer Seminarkirche schlossen diesen feierlichen Tag ab.
Für ihren neuen Dienst als Diakone wünschen wir unseren Mitbrüdern alles Gute und Gottes reichen Segen. [Bildergalerie ...] [Video ...]

Eidesablegung am Vorabend der Diakonenweihe

Augsburg, 6.5.2011. Die Eidesablegung ist ein Bestandteil der Diakonenweihe und unterstreicht die Tragweite dieses Schrittes auf dem Weg zum Priestertum. Auf diesen Sachverhalt verwies Regens Straub bei seinen Begrüßungsworten und hieß zugleich Generalvikar Karlheinz Knebel in der Seminarkirche herzlich willkommen. Dieser begrüßte seinerseits die anwesenden Seminaristen und Gäste. Sein ganz besonderer Gruß galt den sechs Männern, welche am heutigen Abend die Eide vor der Diakonenweihe ablegten. In seiner Ansprache ermutigte der Generalvikar die Kandidaten, sich nicht von ihrem Weg abbringen zu lassen und diesen stets mit aller Konsequenz und Geradlinigkeit zu gehen. Als Beispiel hierfür könne das Leben des seligen Franz Xaver Selos dienen, der sich in seinem Dienst für Gott nie von persönlichen Interessen leiten ließ und ihn stets in Gehorsam und Pflichtbewusstsein vollzogen hat. Der Generalvikar erinnerte die Weihekandidaten auch an das Wort aus der Heiligen Schrift, in welchem ausdrücklich gesagt wird, dass der Blick zurück nicht angebracht ist, wenn die Hand bereits an den Pflug gelegt ist. Auch sei es wichtig, sich offen zu seinem kirchlichen Dienst zu bekennen. Dazu gehöre beispielsweise auch das Tragen der Klerikerkleidung in der Öffentlichkeit. Im Anschluss legten die sechs Kandidaten die Eide ab, in welchem sie sich uneingeschränkt zur Lehre der Kirche bekannten und zum Dienst an Gott und den Menschen verpflichteten. Die darauf folgende eucharistische Anbetung war dem persönlichen Gebet für die Weihekandiaten gewidmet. Folgende Männer legten die Eide für das Diakonenamt ab: Andreas Hartmann (Pfarrei Mariä Himmelfahrt, Buchhagel), Bernhard Holz (Pfarrei St. Peter, Dillingen), Michael Kinzl (Pfarrei St. Stephan, Kissing), Christoph Mühlbauer (Pfarrei St. Nikolaus, Pfronten), Wolfgang Schnabel (Pfarrei Mariae Himmelfahrt, Schongau) und Tobias Wolf (Pfarrei St. Ulrich, Illerzell). [Bildergalerie ...]

Tag der offenen Tür

Augsburg, 1.5.2011. Bereits sechs Jahre nach dessen Tod, hat heute Papst Benedikt XVI. seinen Vorgänger, Papst Johannes Paul II., selig gesprochen. Da der selige Papst Johannes Paul II unser Seminar während seines Deutschlandbesuches am 4. Mai 1987 eingeweiht hat, war es uns eine Freude, diese Seligsprechung im Priesterseminar im Rahmen eines Tages der offenen Tür zu feiern, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen waren. Viele sind dieser Einladung gefolgt und so konnten wir schon vormittags in unserer zum Bersten gefüllten Seminarkirche gemeinsam die heilige Messe feiern. Im Anschluss an die Eucharistiefeier bestand die Möglichkeit, den Seligsprechungsgottesdienst in einer Liveübertragung aus Rom mit zu verfolgen. Am Nachmittag hatten unsere Gäste die Gelegenheit, das Seminar näher kennen zu lernen. Dazu wurden Hausführungen angeboten und verschiedene Bilder aus der langen Geschichte des Seminars von seiner Zeit in Dillingen, über den Neubau des jetzigen Seminars, bis hin zur Einweihung durch Papst Johannes Paul II., ausgestellt. Ein besonderer Programmpunkt war eine Podiumsdiskussion zu der die Hausvorstände aus der Zeit der Einweihung angereist sind: Der damalige Regens, Prälat Koppold, und der damalige Subregens, Pfarrer Götz. Beide berichteten einerseits von ihrer Erfahrung des Umzuges des Seminars von Dillingen nach Augsburg, andererseits von ihren Erlebnissen rund um die Einweihung unseres Priesterseminares. Durch Einspielung von Videomaterial von der Einweihung konnte hier für kurze Zeit die Vergangenheit zur Gegenwart werden und so war es auch möglich, Auszüge aus der Ansprache des seligen Johannes Paul II. aus seinem eigenen Mund zu hören. Ein Grund zur Freude war auch, dass unser Diözesanbischof Dr. Konrad Zdarsa überraschend die Zeit gefunden hat, an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Eine gemeinsame Maiandacht schloss diesen freudigen und erfüllten Tag schließlich ab. Wir haben uns sehr über das rege Interesse an unserem Tag der offenen Tür und die enge Verbundenheit mit dem Priesterseminar gefreut. Für die Zukunft dürfen wir das Priesterseminar und alle, die die Priesterausbildung sowie die Sorge um geistliche Berufungen im Gebet mittragen, der Fürsprache des seligen Papstes Johannes Paul II. anvertrauen. [Bildergalerie ...]

Info-Tage

Augsburg, 6.2.2011. Auch in diesem Jahr fanden in unserem Seminar wieder "Info-Tage" statt. Heuer durften wir von Donnerstagabend bis Sonntagmittag 16 junge Männer bei uns begrüßen, die sich mit der Frage nach ihrer Berufung zu einem geistlichen Dienst beschäftigen. Hier hatten sie die Gelegenheit, sich nicht nur über die verschiedenen Wege der Priesterausbildung zu informieren und das Leben im Priesterseminar kennenzulernen, sondern auch bei verschiedenen Vorlesungen an der Fakultät, ein wenig Uni-Luft zu schnuppern. Im Vordergrund stand jedoch die persönliche Begegnung mit den Seminaristen, die zum einen von ihren je eigenen Berufungswegen erzählten, und zum anderen aber auch für allerlei Fragen und Gespräche zur Verfügung standen. Auch unser Bischof, Dr. Konrad Zdarsa, nahm sich gerne die Zeit für die persönliche Begegnung mit den Interessenten und stand ihnen in ihren Fragen Rede und Antwort. Um ein wenig mehr über unser Bistum zu erfahren, bestand am Samstagabend noch die Möglichkeit, an einer kleinen Führung durch den Hohen Dom oder die Basilika St. Ulrich und Afra mit den Gräbern unserer Diözesanpatrone teilzunehmen. Den geistlichen Abschluss der "Info-Tage" bildete die gemeinsame heilige Messe am Sonntagvormittag in unserer Seminarkirche. Wir blicken auf ein sehr erfülltes Wochenende zurück, das unseren Gästen hoffentlich dabei geholfen hat, zumindest einige Fragen zu klären, und schließen sie auch über dieses Wochenende hinaus in unser Gebet ein, damit sie, geleitet durch den heiligen Geist, immer mehr erkennen mögen, wohin sie ihr Weg führen wird. [Bildergalerie ...]

"Was ich nicht will, das tue ich"

Augsburg, 29.1.2011. Unter diesem Leitwort aus dem Römerbrief stand dieser Samstagvormittag, an welchem wir die Gelegenheit hatten, uns mit einem Thema zu beschäftigen, das zwar bereits seit Jahrhunderten existiert, aber doch in den letzten Jahrzehnten noch einmal an Aktualität gewonnen hat: der Pornographiesucht. Besonders im Zeitalter des Internets, in welchem diejenigen Seiten mit eindeutig pornographischer Konnotation, den höchsten Prozentsatz aller zugänglichen Internetpräsenzen ausmacht, tappen immer mehr Menschen in die Falle, solches Material nicht nur zu konsumieren sondern geradezu in eine Anhängigkeit davon zu geraten, die einer Sucht nach Alkohol oder Drogen in nichts nachsteht. Um uns einen tieferen Einblick in diese Problematik zu geben und uns die zerstörerischen Auswirkungen der Pornographie für die eigene Persönlichkeit aber auch für das familiäre und soziale Umfeld der Konsumenten aufzuzeigen, sind zu uns eigens aus Österreich drei Betroffene angereist, die über Jahre hinweg in dieser Sucht gefangen waren. In beeindruckender und offener Weise stellten sie uns ihre ganz persönlichen Lebenswege vor und beschrieben uns, wie sie es letztlich geschafft haben, den Teufelskreis zu durchbrechen und sich von ihrer Pornographieabhängigkeit zu befreien. Heute haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, andere betroffene Menschen zu begleiten, aber auch die Öffentlichkeit für das teils doch noch unbekannte, teils aber auch totgeschwiegene, Thema zu sensibilisieren, um so nicht nur Menschen zu helfen, sich von ihrer Sucht zu befreien, sondern auch davor zu bewahren, überhaupt in eine solche Abhängigkeit zu geraten. Wir bedanken uns bei unseren Gästen für ihre Offenheit und wünschen ihnen für ihre weitere Aufklärungsarbeit von Herzen alles Gute und Gottes Segen. [Bildergalerie ...]

Recollectio mit Prof. Dr. Marianne Schlosser

Augsburg, 16.1.2011. Auch in diesem Semester hatten wir wieder die Gelegenheit, über ein Wochenende hinweg, Kurzexerzitien zu haben. Als Referentin durften wir dieses Mal Frau Prof. Dr. Marianne Schlosser, Lehrstuhlinhaberin des Lehrstuhls für Spiritualität an der katholisch-theologischen Fakultät der Universität Wien, bei uns im Seminar begrüßen. Die beiden Tage, über welche sich diese sog. Recollectio erstreckte, standen unter dem Wort aus Psalm 24,10: "All deine Wege sind Barmherzigkeit und Wahrheit". In drei Vorträgen erschloss uns Frau Prof. Schlosser die Tiefgründigkeit und Tragweite des scheinbar so einfachen Wortes der "Barmherzigkeit". Galt Barmherzigkeit in der griechischen Antike keineswegs als etwas Erstrebenswertes, ja sogar als Krankheit einer schwachen Seele, gehört die Tugend der Barmherzigkeit im Christentum zum göttlichsten, was sich in einem Menschen finden lassen kann. Damit ist sie nicht Zeichen einer Erkrankung sondern vielmehr eine Arznei der Seele. Wie es Exerzitien, wenn es auch kurze sind, entspricht, verbrachten wir das Wochenende im Schweigen und die Nacht von Samstag auf Sonntag in eucharistischer Anbetung. Mit der Feier der heiligen Messe am Sonntag fand unsere Recollectio ihren Abschluss. [Bildergalerie ...]

Beauftragung mit dem Akolythat

Augsburg, 14.1.2011. Am Freitag, den 14. Januar durfte die Hausgemeinschaft unseres Priesterseminars wieder ein sehr freudiges Ereignis begehen. Sechs unserer Mitbrüder aus dem vierten Kurs wurden von Bischof em. Dr. Viktor Josef Dammertz mit dem Akolythat beauftragt und haben so auf ihrem Weg zum priesterlichen Dienst einen weiteren Schritt getan. Auf diesen Sachverhalt wurde dann auch in der Predigt explizit eingegangen. Dabei zog Bischof Dammertz den Vergleich zu weltlichen Laufbahnen und Karrieren, welche immer nach oben auf höhere Funkionen und Ämter hin ausgerichtet sind. Anders verhält es sich, wenn ein junger Mensch sich dazu entschließt, in die Nachfolge Jesu als Priester einzutreten. Hierbei könne von einer nach unten führenden Laufbahn gesprochen werden. Denn der Betreffende wird immer mehr zu einem Dienenden an Gott und dem Nächsten. So sollen die Kandidaten sich bei ihrem Dienst immer bewusst sein, dass dieser stets zur Ehre Gottes vollzogen wird und so auch mit einer großen Verantwortung verbunden ist. Durch die Beauftragung mit dem Akolythat werden die bisherigen Tätigkeiten im Rahmen der Heiligen Messe und der Seelsorge auf den Tisch des Herrn ausgeweitet. So werden die neuen Akolythen von nun an auch als Kommunionhelfer und Spender der Krankenkommunion tätig sein. Äußerlich wurde die neue Stufe dadurch sichtbar, dass den Kandidaten die Gaben von Brot und Wein für die Eucharistiefeier überreicht wurden. Der Bischof erinnerte sie dabei daran, dass sie auch durch ihr ganzes Leben sich für diesen Dienst als würdig erweisen sollten. Im Anschluss daran fand ein Abendessen statt, in dessen Rahmen sich Regens Martin Straub bei Bischof em. Viktor Josef Dammertz sehr herzlich für sein Kommen und sein geistliches Wort bedankte. Der Bischof überreichte dann den sechs neuen Akolythen die offizielle Beauftragungsurkunde und wünschte ihnen für ihre neuen Aufgaben alles Gute und Gottes reichen Segen.
Folgende Seminaristen wurden mit dem Akolythat beauftragt: Gabriel Bucher, Helmut Epp, Johannes Mayer, Thomas Ruf, Johannes Steber und Simon Stegmüller. [Bildergalerie ...]

Vorweihnachtliche Feier

Augsburg, 22.12.2010. Wie es bei uns im Priesterseminar bereits eine gute Tradition ist haben wir uns auch – im mittlerweile vergangenen Jahr – gegen Ende der Adventzeit in einer vorweihnachtlichen Feier auf das bevorstehende Weihnachtsfest eingestimmt. Dazu waren alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Seminar herzlich eingeladen. Nach der heiligen Messe und dem anschließenden gemeinsamen Abendessen wurde in unserer Aula ein besinnliches Programm geboten, bei dem neben dem ein oder anderen Lied der Schola, Texte vorgetragen wurden bis hin zu verschiedenen Instrumentalstücken mit Klavier, Violine und Trompete. Dennoch gab es bei dieser vorweihnachtlichen Feier eine Besonderheit. So hat sich eine kleine Gruppe von Seminaristen zusammengefunden, die gemeinsam ein Theaterstück von Arthur Maximilian Miller, einem schwäbischen Dichter, einstudiert haben und dies bei unserer Feier aufführten. Damit wurde eine alte Tradition aufgegriffen, die weit ins 16. Jahrhundert hineinreicht. Im Zuge der Reformation und katholischen Reform etablierte sich das Theater immer mehr als Ort des konfessionellen Diskurses und der Selbstvergewisserung. Besonders der Jesuitenorden, unter dessen Leitung auch die Priesterausbildung der Diözese Augsburg lange Zeit stand, machte sich in diesem Zusammenhang um das Theater verdient. Zwar liegt es nicht in unserer Absicht, dem Jesuitentheater zu neuem Leben zu verhelfen, dennoch ist es ein schönes Zeichen der Verbundenheit mit der Geschichte unserer Diözese und insbesondere des Priesterseminars und hat unserem gemeinsamen Abend einen ganz besonderen Akzent verliehen. Auch wenn das neue Jahr bereits einige Tage alt ist, wünschen wir ihnen allen von Herzen Gottes Schutz und Segen für das Jahr 2011! [Bildergalerie ...]

Weihnachtsturnier

Augsburg, 16.12.2010. Nachdem es in den letzten Jahren kein Turnier im Priesterseminar mehr gegeben hatte, konnte endlich das traditionelle Weihnachtsturnier wieder gestartet werden. Ein echtes Highlight fand bereits vor dem Turnier statt, da man den ehemaligen FIFA-Schiedsrichter Hermann Albrecht an Land ziehen konnte. Sein größter Erfolg war die Leitung des DFB-Pokal Finale 2001. Beim Turnier pfiff er alle Partien auf ruhige Art und überzeugte durch eine unparteiische Führung. Am wichtigsten war ihm, wie er sagte, dass keiner verletzt wurde und so jeder bei den anstehenden Weihnachtsfesttagen in den Heimatpfarreien mithelfen kann.
Am Turnier nahmen 22 Spieler teil, woraus fünf Mannschaften entstanden. Es wurde im Modus jeder gegen jeden gespielt. Verdienter Sieger wurde dabei die Mannschaft mit den Spielern Maximilian, Markus, Florian Kroha und Florian Müller. Abgerundet wurde der Abend mit der Siegerehrung und einer gemütlichen Runde in der Bierstube "Zum blauen Engel". [Bildergalerie ...]

Nikolausabend

Augsburg, 5.12.2010. Am Abend des zweiten Adventsonntages hatten wir im Priesterseminar wieder hohen Besuch. Wie in den vergangenen Jahren trat auch heuer wieder der heilige Bischof Nikolaus am Vorabend seines Gedenktages in unsere Mitte. Zusammen mit seinem Knecht Rupprecht zog er feierlich in unseren Speisesaal ein, wo er von unserer altehrwürdigen Kanzel aus, das Wort an uns richtete. Kursweise mussten wir vor den Heiligen treten bevor er für jeden einzelnen ein paar Worte in gereimter Form parat hatte. Auch unser Hauskollegium und der Konvent unserer Schwestern wurden vom Nikolaus bedacht.Unserem Regens kam sogar die ehrenvolle Aufgabe zu, den Stab des Bischofs zu halten. Nachdem jeder von uns mit einem Zuspruch und einem kleinen Geschenk bedacht worden war, mündete der Abend in ein geselliges Beisammensein bei Glühwein und Plätzchen. [Bildergalerie ...]

Eltern des I. Kurses zu Besuch im Seminar

Augsburg, 28.11.2010. An diesem Sonntag lud unser Seminar die Eltern des I. Kurses zu einem Besuch ein. Dieser begann mit der gemeinsamen Messfeier am Sonntagvormittag, bei welcher Regens Martin Straub die anwesenden Eltern auf das Herzlichste willkommen hieß. Im Anschluss daran fand eine Vorstellungsrunde im Vortragssaal statt, bei welchem sich zunächst die Eltern kurz vorstellen konnten. Dann erläuterte Regens Straub den interessierten Gästen die vier zentralen Säulen der Priesterausbildung. Beim anschließenden Mittagessen bestand ausreichend Gelegenheit zum gegenseitigen Austausch mit Seminaristen aus den anderen Kursen und manch anregendes Gespräch entstand. Häufig war dabei zu vernehmen, dass die anwesenden Eltern sich sehr beeindruckt zeigten, sowohl vom Gebäude als auch von der Gemeinschaft. Nach dem gemeinsamen Mahl erfolgte zum Abschluss noch eine Hausführung, welche von Spiritual Herbert Kohler geleitet wurde. [Bildergalerie ...]

Vortrag von Frau Prof. Dr. Andrea Kerres

Augsburg, 27.11.2010. Am Vorabend des ersten Adventssonntags widmeten wir uns dem Thema des sexuellen Missbrauchs, welcher die Kirche in jüngster Zeit erschüttert hat. Aus diesem Anlass referierte die Psychologin Frau Dr. Andrea Kerres mit dem Titel: "Kirche: Respekt und Achtsamkeit im Miteinander". Die Referentin erläuterte zunächst mögliche Schwierigkeiten und Problemfelder, die mit dem Beruf des Priesters verbunden seien. Hier nannte sie unter anderem das Spannungsfeld zwischen amtlicher Person, dem wichtigen zwischenmenschlichen Kontakt in der Seelsorge und der notwendigen Distanz. Hinzu komme ein oft hoher Anspruch, welcher an den Priester in der heutigen Zeit gestellt werde. Dies verlange ein hohes Maß an Respekt und Achtsamkeit, um Grenzverletzungen zu vermeiden. Im Anschluss ging es um grundlegende Definitionen von sexueller Gewalt und Trauma und um die Klärung der Opferdynamik. Gerade die traumatische Erfahrung sei die Ursache, dass Opfer oft erst nach Jahren über den Missbrauch sprechen, da sie die Erlebnisse erfolgreich über lange Zeit verdrängen können. So habe die häufige Berichterstattung über den sexuellen Missbrauch in den Medien dazu geführt, dass sich Opfer an eigene Erlebnisse wieder erinnerten und diese öffentlich machten. Immer wieder betonte die Referentin, wie wichtig es sei, diese Fälle aufzuarbeiten und Möglichkeiten und Strategien zur Prävention zu entwickeln. Während des gesamten Vortrags stellten die Anwesenden immer wieder Fragen. Am Schluss bedankte sich Subregens Rainer Florie für den hilfreichen Vortrag und versicherte unserem Gast, dass man auf dieses Thema vor allem im Rahmen der Priesterausbildung ein sehr hohes Augenmerk lege. [Bildergalerie ...]

Missionswochenende

Augsburg, 14.11.2010. Unter dem Titel "Kloster ohne Mauern – Weg zum Menschen" durften wir an diesem Samstagabend einen Vortrag von Sr. M. Christina Färber erleben, die der schweizer Spirituellen Weggemeinschaft angehört, und seit 1999 in Albanien ihren Dienst tut. Die gebürtige Nordheimerin (bei Donauwörth) und ausgebildete Krankenschwester und Heilpädagogin kam eigens für diesen Vortrag zusammen mit ihrer Mitschwester Sr. Michaela und dem kleinen Abraham, der bei den Schwestern lebt, seit er im Krankenhaus in Albanien nach seiner Geburt seinem Schicksal hätte überlassen werden sollen, von dem Ort Shkodra zu uns ins Priesterseminar, um uns von ihrer Arbeit zu erzählen. Diese Arbeit besteht vor allem darin, sich der noch immer von der Kosovokrise in Mitleidenschaft gezogenen Familien anzunehmen. Doch eine ganze Reihe weiterer Schwierigkeiten, gilt es für die Schwestern in Albanien zu bewältigen. So sind Armut, Arbeitslosigkeit, Gewalt, Prostitution, Kriminalisierung und Korruption an der Tagesordnung. Auch das archaische Gewohnheitsrecht der Blutrache ist noch immer allgegenwärtig. Dieser brutalen Form der Selbstjustiz gilt es die christliche Botschaft von der umfassenden und allgegenwärtigen Liebe Gottes und der Versöhnung entgegenzusetzen. Sr. Christina und ihre Mitschwestern haben es sich dabei zur Aufgabe gemacht, die Wesenszüge Christi sichtbar zu machen und leben dabei vollständig von der Vorsehung Gottes, dürfen aber immer wieder die Erfahrung machen, dass "Gott [...] unglaublich kreativ [ist]". Für ihr beeindruckendes Zeugnis danken wir von ganzem Herzen und wünschen ihr und ihren Mitschwestern für ihr segensreiches Wirken in Albanien Gottes Schutz und Beistand.
Am darauffolgenden Sonntag war das Seminar wieder für auswärtige Gäste geöffnet, mit denen wir zunächst gemeinsam die heilige Messe feierten, bevor es in der Aula wieder zur Versteigerung zahlreicher Bücher kam. Wie im letzten Jahr, haben sich auch heuer wieder eine kaum vorstellbare Anzahl von Büchern im Seminar angesammelt, die allesamt aus Spenden stammen. Und so ging es den ganzen Vormittag kräftig zur Sache und so manches Buch über den Tresen des Auktionators. Auch am Nachmittag gab es noch reichlich zu ersteigern. Der Erlös des diesjährigen Missionsbasars kommt Sr. Christina für ihre Arbeit in Albanien zu Gute. [Bildergalerie ...]

Aufnahme unter die Kandidaten für das Weiheamt

Augsburg, 7.11.2010. Unsere sieben Mitbrüder aus dem Pastoralkurs 2010/2012 wurden heute durch den hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa unter die Kandidaten für das Weiheamt aufgenommen. Die Aufnahme erfolgte zusammen mit den Familien sowie den Heimat- und Praktikumspfarrern der Kandidaten im Rahmen einer feierlichen Pontifikalvesper in unserer Seminarkirche. In seiner Predigt ermutigte Bischof Konrad die Kandidaten, dass das innere Ringen, ob man den Anforderungen der Aufgabe, die einem in der Antwort auf den Ruf Gottes zukommen, gewachsen sei, zum Leben eines jeden gehöre. Dafür könnten alle Propheten als Beispiel herangezogen werden.
Jörg Biercher, Andreas Hartmann, Bernhard Alois Holz, Michael Kinzl, Christoph Josef Mühlbauer, Wolfgang Michael Schnabel und Tobias Wolf bereiten sich seit diesem Studienjahr in ihren Praktikumspfarreien intensiv auf ihre bevorstehende Diakonenweihe im kommenden Jahr vor. Wir wünschen unseren Mitbrüdern von Herzen alles Gute und Gottes reichen Segen. [Bildergalerie ...]

Berichte aus dem Freijahr

Augsburg, 6.11.2010. In guter Tradition haben uns unsere Mitbrüder aus dem vierten Kurs, die in diesem Semester frisch aus ihrem Freijahr wieder ins Seminar zurückgekehrt sind, von ihren Erlebnissen in den Monaten berichtet, in denen sie nicht im Seminar wohnten, sondern das 5. und 6. Studiensemester außerhalb der gewohnten Umgebung und umfassenden Versorgung des Priesterseminars verbracht haben, an unterschiedlichen Orten, teils auch auf verschiedene Länder verteilt. Städte, von denen unsere Mitbrüder ihren Weg ins Seminar zurückgefunden haben, waren in diesem Jahr München, Innsbruck (Österreich), Rom (Italien) und Maynooth (Irland). [Bildergalerie ...]

Ramadama

Augsburg, 6.11.2010. Wie im letzten Jahr, rüsteten wir uns auch in diesem Herbst zu einem Vormittag der Gartenarbeit, bei der wir unseren Hausmeistern zur Hand gingen, um das weitläufige Gelände unseres Seminars auf den Winter vorzubereiten. Dabei galt es unter anderem, Sträucher zurückzuschneiden, Laub zu rechen, über den Zaun geworfenen Müll einzusammeln und verschiedene äußere Säuberungsarbeiten am Haus vorzunehmen. Aber auch im Haus gab es mancherlei Arbeit, die zu verrichten sich heute die Gelegenheit bot. So konnte der Speicher des Seminars wieder auf Vordermann gebracht oder in Vorbereitung auf den am nächsten Sonntag stattfindenden Missionsbasar, eine Vielzahl von Büchern sortiert werden. Wieder einmal hat dieser Tag uns, die wir sonst vor allem geistiger Arbeit im Studium nachgehen, körperlich gefordert und uns Einblick in die vielfältige Arbeit der fleißigen Mitarbeiter im Seminar geboten. [Bildergalerie ...]

Besuch von Hwst. H. Bischof Dr. Konrad Zdarsa im Priesterseminar

Augsburg, 24.10.2010. Bereits am ersten Tag nach seiner Amtseinführung als Bischof von Augsburg durften wir unseren neuen Hirten in seinem bischöflichen Priesterseminar willkommen heißen.
Nach der feierlichen Sonntagsmesse stand der weitere Vormittag im Zeichen der Begegnung. Zunächst erzählte Bischof Konrad ein wenig über sich selbst und seine bisherigen Erfahrungen auf seinem Weg in der Nachfolge Christi, bevor auch wir Seminaristen uns unserem neuen Bischof in einer kurzen Runde vorstellten und ihn über die jeweilige Ausbildungssituation der einzelnen Kurse informierten. Wir durften Bischof Konrad dabei als einen unkomplizierten, bescheidenen und humorvollen Mann erleben und wir wünschen ihm von Herzen Gottes Schutz und Segen für seinen Dienst im Bistum Augsburg. [Bildergalerie ...]

Bischof Dr. Konrad Zdarsa als Diözesanbischof von Augsburg eingeführt

Augsburg, 23.10.2010 (pba). Bischof Dr. Konrad Zdarsa ist heute feierlich in Anwesenheit von über 2500 Gläubigen im Hohen Dom zu Augsburg in sein Amt als Diözesanbischof von Augsburg eingeführt worden. Der neue Oberhirte wurde am Bronzeportal des Domes durch den Augsburger Dompropst Weihbischof Dr. Dr. Anton Losinger willkommen geheißen. Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald begrüßte den neuen Bischof von Augsburg mit den Worten: "So begrüßen wir Bischof Konrad und heißen ihn in unserer Mitte herzlich willkommen."
Der Apostolische Nuntius Erzbischof Dr. Jean-Claude Périsset überreichte die Ernennungsurkunde, die sodann von Dompropst Weihbischof Losinger verlesen wurde, und geleitete den neuen Bischof von Augsburg gemeinsam mit dem Metropoliten der Kirchenprovinz München-Freising, Erzbischof Dr. Reinhard Marx, zur Kathedra. Mit dem Platznehmen auf der Kathedra hat Bischof Konrad Zdarsa die Leitung der Diözese Augsburg übernommen. Aus den Händen des Nuntius empfing er sodann den Bischofsstab gestaltet von dem Münchner Künstler Max Faller, den ihm das Augsburger Domkapitel zu seiner Amtseinführung geschenkt hatte.
Mit Blick auf die Dogmatische Konstitution des Zweiten Vatikanums "Lumen Gentium" gab der Apostolische Nuntius Erzbischof Périsset dem neuen Bischof von Augsburg folgende Wünsche mit auf den Weg: "So sollen Sie, lieber Bischof Konrad, als Oberhirte der Ortskirche von Augsburg, als 'sakramentale Anwesenheit' Christi, des Hohepriesters Mittler der Einheit und des Friedens in der Kirche von Augsburg sein."
Alle anwesenden Bischöfe umarmten Bischof Zdarsa zur Bekundung der Gemeinschaft im Bischofskollegium. Mit der Treuebekundung des Domkapitels, des Presbyteriums und der Gläubigen war die feierliche Amtseinführung vollzogen.
Im Anschluss an die Amtseinführung feierte Bischof Zdarsa sein erstes Pontifikalamt als Bischof von Augsburg. In seiner Predigt sagte er: "Ich glaube daran und möchte mit Gottes Hilfe immer wieder davon ausgehen dürfen, dass es hier wie anderswo unzählige Menschen gibt, die ihren Glauben leben und bezeugen. Unzählige Brüder und Schwestern, die sich nicht haben verwirren lassen und, von Gott selber vor Sünde und Verwirrung bewahrt, das Kommen unseres Herrn erwarten." Es komme für Jeden Einzelnen darauf an, so der Bischof, sich auf seine Berufung und Erwählung zu besinnen und sich immer wieder von Neuem dafür zu entscheiden, um sich bewusst zu werden, was er auf Erden zu tun habe.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, wandte sich in einem Grußwort an die anwesende Gemeinde, was den neuen Bischof von Augsburg auszeichne, seien Glaubenskraft, Zuversicht und die in Wort und Tat überzeugte und überzeugende Nachfolge Jesu Christi. "Deshalb, liebe Gläubige des Bistums Augsburg, nehmt Euren Bischof mit offenen Armen auf!"
Wir wünschen Bischof Konrad Gottes Segen und die Kraft des Heiligen Geistes für seien Dienst der Leitung und an der Einheit für die Kirche von Augsburg. [Bildergalerie ...]

Goldenes Professjubiläum von Sr. Mediatrix

Augsburg, 10.10.2010. Am heutigen Sonntag hatten wir gleich mehrere Gründe zu feiern. Unsere Schwester Mediatrix feierte ihr goldenes Professjubiläum. Seit 50 Jahren befindet sie sie bereits auf dem Weg der Nachfolge Christi nach dem Vorbild des heiligen Franziskus. Nach einem Festgottesdienst feierten wir in der Seminargemeinschaft zusammen mit den Familienangehörigen und Bekannten der Jubilarin diesen Tag.
Doch es konnten noch zwei weitere Jubiläen begangen werden: Schwester Anabel, die Oberin unseres kleinen Konventes der Dillinger Franziskanerinnen, durfte auf 40 Jahre Ordensleben zurückblicken und Sr. Elisabeth feierte nach 25 Jahren Ordensleben ihr Silbernes Professjubiläum.
Wir möchten uns bei unseren Schwestern für ihre vorbildliche und ermutigende Treue zu ihrem Versprechen, ihr Leben ganz Christus hinzugeben von Herzen bedanken und wünschen ihnen auch für die Zukunft Gottes Schutz und reichen Segen. [Bildergalerie ...]

Diakonenweihe von Markus Schrom

Augsburg, 9.10.2010. Am heutigen Samstag, wurde unser Mitbruder Markus Schrom zusammen mit sechs Kandidaten für das ständige Diakonat durch Handauflegung und Gebet von unserem Diözesanadministrator Weihbischof Josef Grünwald zum Diakon geweiht. Die Weihe wurde anschließend durch Anlegen von Stola und Dalmatik und der Umarmung der neu geweihten Diakone zusätzlich gedeutet. Außerdem reichte der Bischof den Diakonen das Evangelienbuch mit den Worten: "Empfange das Evangelium Christi. Zu seiner Verkündigung bist du bestellt. Was du liest, das ergreife im Glauben; was du glaubst, das verkünde, und was du verkündest, erfülle im Leben".
Markus Schrom war bereits einige Jahre als Pastoralreferent in Salzburg tätig, bevor er sich entschloss, sich in seinem Heimatbistum Augsburg auf den Weg zum Priestertum zu begeben. Aufgrund seiner Erfahrungen in der Pastoral braucht Markus Schrom nur einen verkürzten Pastoralkurs zu absolvieren, sodass er, so Gott will, bereits im Juni zum Priester geweiht wird. Wir wünschen unserem Mitbruder von Herzen alles Gute und Gottes Segen in seinem neuen Dienst. [Bildergalerie ...]

Werkwoche zum Thema "Esoterik"

Augsburg, 6.10.2010. Das neue Studienjahr begann für uns mit einigen thematischen Tagen, in denen wir uns eingehend mit dem Thema "Esoterik" auseinandergesetzt haben. Es ist in unserer Zeit eine nicht zu unterschätzende Tatsache, dass das Angebot an spirituellen Praktiken und vermeintlichen Alternativen zu den großen Religionen geradezu explodiert. Deshalb ist es wichtig, sich mit diesen Angeboten auseinanderzusetzten, um in der Seelsorge angemessen mit ihnen und ihren Folgen umgehen zu können. Dabei gilt es zunächst, zu unterscheiden, was als esoterisch anzusehen ist, und was nicht, denn oft öffnen sich Menschen esoterischen Einstellungen ohne sich dessen bewusst zu sein. Auch muss hinterfragt werden, woher ihre große Anziehungskraft rührt und wo sich eventuell auch Gefahren verbergen, die von ihnen ausgehen. In diesem Zusammenhang hörten wir verschiedene Vorträge sowohl von Professoren der Universität, die die Thematik der Esoterik von philosophischer und fundamentaltheologischer Seite beleuchtet haben, wir durften aber auch von der seelsorglichen Arbeit eines Priesters hören, der sich bereits seit über zwei Jahrzehnten mit dem breiten Spektrum der Esoterik, das sich über Astrologie, Tarot-Karten, Pendeln, Geistheilungen und vieles mehr erstreckt, beschäftigt. Wir möchten uns an dieser Stelle bei allen Referenten bedanken, die uns in den vergangenen Tagen eine neue und eindrückliche Sichtweise auf die Esoterik eröffnet haben. [Bildergalerie ...]

Start der Propädeutiker

Augsburg, 13.9.2010. Am Montag haben fünf neue Mitbrüder die Einführungswoche der Propädeutiker bei uns im Seminar begonnen, bevor sie dann in Passau für ein Jahr das Propädeutikum absolvieren. Gleich zu Beginn sind die neuen Mitbrüder bei der Begrüßung von Hwst. Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa im Dom dabei gewesen. Neben Gesprächen mit der Hausleitung, steht ein Besuch in Dillingen an der Donau (dort befand sich das Priesterseminar bis 1971), eine Begegnung mit Priesterpersönlichkeiten und eine Erwanderungstour durch Augsburg an.
Wir wünschen Ihnen auf dem Weg zum Priestertum, den sie jetzt begonnen haben, Gottes Segen und alles Gute. [Bildergalerie ...]

Besuch von Hwst. Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa im Mariendom Augsburg

Augsburg, 13.9.2010. Es ist der erste offizielle Besuch von Hwst. Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa im Mariendom in Augsburg gewesen. Die Hausleitung und einige Seminaristen haben es sich nicht nehmen lassen, trotz der Semesterferien nach Augsburg zu kommen, um bei dieser Begrüßung dabei zu sein. Es ist somit die erste Begegnung mit unserem neuen Bischof Konrad gewesen. Im Anschluss an die Begrüßung haben sich die anwesenden Seminaristen noch in das Glückwunschbuch eingetragen. [Bildergalerie ...]