Priesterweihe 2017

Den alljährlichen Höhepunkt im Priesterseminar bildet die Priesterweihe im Hohen Dom zu Augsburg. Am Sonntag, den 25. Juni 2017, wurden durch Handauflegung und Gebet des Hochwürdigsten Herrn Bischof Dr. Konrad Zdarsa sechs Diakone zu Priestern geweiht: Mathias Breimair (St. Martin, Mertingen), Johannes Huber (St. Lukas, Tannhausen), Jean Kapena Mwanza (Maria – Mutter der Armen, Kinshasa, Kongo), P. Johannes Reiber FSO (St. Martin, Oberreute), Simon Michael Sarapak (Heiligkreuz, Kempten) und Helmut Wißmiller (St. Bartholomäus, Apfeltrach). Mit großer Freude und Dankbarkeit blicken wir auf diesen Tag zurück.

So wie der priesterliche Dienst zur Heiligen Messe in der Sakristei beginnt, so begannen die Feierlichkeiten zur Priesterweihe in der Sakristei des Priesterseminars am Samstagabend. Dort wurden durch unseren Herrn Bischof die Kelche, Hostienschalen und priesterlichen Gewänder gesegnet. Im Anschluss daran folgte die geistige Einstimmung mit den Weihekandidaten, allen Alumnen und dem Hauskollegium im Vortragssaal. Bischof Konrad ging dabei auf die Dimensionen des Stehens, des Kniens und des Betens vor Gott ein. Regens Dr. Michael Kreuzer nutzte die Gelegenheit, die Glückwünsche des Seminars zum 10. Jahrestag der Bischofsweihe von Bischof Konrad auszusprechen, und dankte ihm für seinen Dienst. Seinen Abschluss fand der Tag in der anschließenden eucharistischen Anbetung in der Seminarkirche.

Der Sonntag begann mit einer feierlichen Laudes und nach einem festlichen Mittagessen wurde alles langsam konkreter. Alle begaben sich auf den Weg zum Dom. Die Sitzplätze füllten sich rasch, und viele mussten der Liturgie im Stehen folgen. An der Liturgie nahmen neben dem Domkapitel, den Universitätsprofessoren/-innen, Vertretern des Bistums und einigen Ehrengästen auch eine große Anzahl an Priestern teil, die den gesamten Ostchor füllten. Die Liturgie wurde zudem auf Leinwände in die Seitenschiffe des Doms übertragen. Den Höhepunkt bildete die Handauflegung durch den Herrn Bischof und durch alle anwesenden Priester, sowie das Weihegebet. Dieser innige und tiefe Moment wurde durch die läutende Glocke in die Stadt hinausgetragen, um den Menschen zu verkünden, was im Weihegebet ausgesprochen wird:

„Allmächtiger Vater, wir bitten dich, gib diesen deinen Dienern die Würde des Priestertums. Erneuere in ihnen den Geist der Heiligkeit. Das Amt, das sie aus deiner Hand, o Gott, empfangen, die Teilhabe am Priesterdienst, sei ihr Anteil für immer. So sei ihr Leben für alle Vorbild und Richtschnur“
(aus dem Weihegebet)

Nach diesem innerlichen Schritt folgten die sog. „Ausdeutenden Riten“: die priesterlichen Gewänder wurden angelegt, die Handflächen der Neupriester mit Chrisam gesalbt sowie Brot und Wein als Zeichen für das Opfer der Eucharistie überreicht. Zum Abschluss der Weihehandlung umarmte der Bischof die Neugeweihten zum Zeichen, dass er sie in ihrem Dienst als neue Mitarbeiter annimmt. Dass dieser Moment mit großen Emotionen für alle verbunden war, versteht sich ganz von selbst und wurde mit dem Lied „Herr, ich bin dein Eigentum“ untermauert. So konnte die Liturgie fortfahren und ihren Abschluss im „Te Deum“ sowie in dem gemeinsamen Primizsegen der Neugeweihten finden.

Im Anschluss an die Priesterweihe konnten alle Besucher aus nah und fern den Neugeweihten im Kolping-Saal gratulieren. Dort fanden auch die Dankesreden statt und Bischof Konrad überreichte den Neupriestern ihre offiziellen Weiheurkunden.

Unseren Neupriestern wünschen wir von Herzen Gottes Segen für ihren Dienst, und danken für ihre Bereitschaft, diesen Weg zu gehen. Möge der Herr sie in seiner Liebe erhalten.

25.06.2017